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  • sabina

Nur etwas für Schwindelfreie

Aktualisiert: 13. Aug. 2020

Schweizreise, Teil II: Als der Ingenieur Eduard Locher im 19. Jahrhundert die Idee hatte, eine Bahn auf den Luzerner Hausberg, den Pilatus, zu bauen, hielten ihn viele für verrückt. Doch 1889 wurde die 4618 m lange Bahnstrecke von Alpnachstad nach Pilatus Kulm eröffnet. Sie ist mit 48% Steigung die steilste Zahnradbahn der Welt - bis heute! Obwohl in der Nähe aufgewachsen, bin ich noch nie mit dieser Bahn gefahren. Das musste geändert werden! Und es war schlicht beeindruckend - die wild aufragenden Felstürme, das unglaubliche Panorama, ich konnte mich kaum satt sehen! Was ich nicht wusste: Auf dem Pilatus gibt es kein Echo, nichts tönt zurück, wenn man in den Wind ruft.

copyright Hotel Pilatus Kulm

Natürlich mussten wir auch noch einen Blick ins denkmalgeschützte Hotel Pilatus Kulm werfen. Kleine Anekdote: 1868 ritt Queen Victoria mit dem Pferd auf den Pilatus! 1890 entstand das Hotel Pilatus Kulm. 2010 wurde das Hotel komplett renoviert und der Königin zu Ehren das Restaurant «Queen Victoria» (Bild) getauft.

Einige Tag später wieder ein Bahn, die in Sachen Steigung kaum zu überbieten ist: Die Gelmerbahn in der Grimselwelt ist mit einer Steigung von bis zu 106 Prozent die steilste Standseilbahn Europas. Wer Achterbahn-Feeling erwartet, wird allerdings enttäuscht. Die einstige Werkbahn ruckelt schön langsam den Hang hinunter, sodass man das beeindruckende Panorama in aller Ruhe auf sich wirken lassen kann. Oben angekommen empfiehlt sich eine Umrundung des türkisfarbenen Gelmersees. Superfit muss man dafür nicht sein, aber kinderwagentauglich ist der Weg nicht. Wer wie ich zum Umknicken seiner Knöchel neigt, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, um sicher über die Geröllflächen zu gelangen.


Auf der Terrasse des gepflegten Naturresorts Hotel Handeck unweit der Talstation hatten wir uns ein herzhaftes Mittagessen verdient. Sehr empfehlenswert: Der Kartoffelsalat mit würzigen Huuswürstchen und Meiringer Ruchbrot! Dass der Küchenchef die Feld-, Wald- und Wiesenküche lebt, wird einem beim schön angerichteten Handeck-Salat klar. Empfehlenswert!

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